Vorgehensweise bei der Kontenrevision

Oft sind die Abrechnungen der Geldinstitute nur schwer nachvollziehbar. Überhöhte Sollzinsen bezahlt, Zinsanpassungen zu spät, zu viel Bankentgelte berechnet, fehlerhafte Wertstellungen gebucht (Gutschriften zu spät, Belastungen zu früh), zu geringe Guthabenzinsen berechnet oder fehlerhafte Kontoabrechnungen erstellt? Wer blickt da noch durch? Mit dem Vordringen moderner (IT-gestützter) Buchungssysteme bei wachsendem Geschäftsvolumen der Geldinstitute wird die Kontrolle der Bankkonten und Abrechnungen immer bedeutender.

Eine finanzmathematische Konto- und Zinsenprüfung kann in mehreren Beurteilungs- und Verdichtungsstufen ablaufen (Prüfmethode), auch, um nicht unnötig gutes Geld dem schlechten hinterher zu werfen (Effizienzüberlegungen):

  • Basisprüfung – einfache, stichprobenartige Vorprüfung (Kurz-Check)

Zunächst ziehen wir Stichproben aus den Kontoabrechnungen und -auszügen über mehrere Monate oder Jahre bzw. Jahrzehnte. Bei Abweichungen rechnen wir die Kontobewegungen bei Bedarf über einen begrenzten zusammenhängenden Zeitraum nach. Das Ergebnis der Prüfung wird schriftlich festgehalten. Sie entscheiden dann, ob und wie es weitergeht. Veranschlagte Zeitdauer rund 4 Stunden. Honorarpauschale € 595,00 inkl. derzeit 19%iger Umsatzsteuer.

  • Teilprüfung – Nachrechnen kritischer Phasen, erweiterte Prüfung

Beschränkung auf Teilbereiche, Zeiträume, bestimmte Prüfgebiete, die nach den Ergebnissen der Vorprüfung und unseren Erfahrungen häufig nicht korrekt berechnet sind – konkreter, erhärteter Anfangsverdacht. Das Ergebnis wird Ihnen in einem Prüfbericht mitgeteilt. Danach entscheiden Sie, ob und wie es konkret weitergeht. Berechnung Stundenhonorar in Anlehnung an das JVEG. Mehr hier...

  • Vollprüfung – komplette, zusammengesetzte, komplexe Neuberechnung

Unter Vollprüfung (100%-Prüfung) verstehen wir die Überprüfung sämtlicher Einheiten in Bezug auf vorgegebene Prüfmerkmale. Diese Prüfung ist zweckmäßig, wenn die voraussichtlich zu erwartende Schadenssumme die Prüfkosten oder die Folgekosten die Prüfkosten wesentlich überschreiten bzw. die Kontrollen der Basis- oder Teilprüfung offensichtlich einen Schadensersatzanspruch erwarten lassen. Angezeigt ist die Vollprüfung insbesondere bei

  • Verwendung unwirksamer, meist älterer Zinsanpassungsklauseln in Kredit- oder Darlehensverträgen und Einlagen mit variablen Zinssätzen oder wenn
  • das Äquivalenzprinzip (mehr hier ...) bei der Prolongation auslaufender Festzinsvereinbarungen nicht gewahrt wurde.

Falsche Zinsanpassungen sind keine Seltenheit! Das Ergebnis der Vollprüfung ist ein gerichtsverwertbares Gutachten. Berechnung Stundenhonorar in Anlehnung an das JVEG. Mehr hier...

In finanzmathematischen Ist-und-Soll-Vergleichen werden die Abweichungen quantifiziert. Die Bewertung der festgestellten Ergebnisse obliegt dann den Parteien bzw. den Anwälten oder dem Gericht. Wir führen keine Steuer- und Rechtsberatung durch. Sollten im Einzelfall vor der Schadensberechnung rechtliche Prüfungen erforderlich sein, hat dies ein Fachanwalt durchzuführen. Alle Prüfungen erfolgen unparteiisch und unabhängig nach bestem Wissen.

Ab wann und für wen lohnt es sich

Erbsenzählen lohnt sich, mehr hier...

Sollten Sie die erforderliche Honorarnote nicht aufbringen können oder das Kostenrisiko scheuen, gibt es die Möglichkeit des Forderungsverkaufs (Factoring) oder der Finanzierung der Prozesskosten. Durch den Prozessfinanzierer werden in der Regel sämtliche Kosten (Gericht, Sachverständige, Rechtsanwalt) auf dessen Risiko gegen eine Erfolgsbeteiligung übernommen. Im Bedarfsfalle können wir Ihnen helfen, entsprechende Angebote einzuholen. Auf die Einholung der Deckungszusage (Kostenübernahme) bei einer vorhandenen Rechtschutzversicherung (mehr hier...) ist ebenfalls hinzuweisen.

 

Unternehmerberatung Dieter Ehrmann  |  Telefon 0 79 31-12 14 120 | info@berater-ehrmann.de